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ICSSUR 2013

Vom 24.-28. Juni war Nürnberg Treffpunkt hochrangiger Quantenforscher. Viele namhafte Forscher trafen sich auf der Internationalen Conference for Squeezed States und Uncertainty Relations, zu Deutsch: der internationalen Konferenz für gequetschte Zustände und Unschärferelationen.

Organisiert hatten die hochkarätige Veranstaltung die FAU und Prof. Dr. Gerd Leuchs, Direktor des Max-Planck-Instituts für die Physik des Lichts und Inhaber des Lehrstuhls für Experimentalphysik (Optik). Zu Gast waren neben 210 Teilnehmern auch zwei Nobelpreisträger. Die Konferenz fand zum ersten Mal seit ihrem Bestehen 1990 in Deutschland statt.

Als Einstieg hielt der Physiker Roy Glauber einen historischen Vortrag über “War time Los Alamos and the nuclear era”. Glauber hatte bereits mit 16 begonnen, an der Universität Physik zu studieren und wurde als 18-jähriger (1943-45) in das Wissenschaftler-Team in Los Alamos abkommandiert. In anderthalb Stunden teilte er seine persönlichen Erinnerungen an diese Zeit mit den Konferenzteilnehmern. Glauber ist einer der Pioniere der Quantenoptik, einem zentralen Thema der Konferenz, der für seine bahnbrechenden Arbeiten zum Verständnis des Lichts, die er bereits 1963 publizierte, im Jahr 2005 den Nobelpreis bekam.

Ein weiteres Highlight war der Vortrag des Nobelpreisträgers von 2012, David Wineland. Er sprach über seine Arbeit zu “Quantum Clocks” – der Methode, mit der sich das Zeit-Normal durch Quanten-Technik noch präziser festlegen lässt. Eine Errungenschaft, die zum Beispiel für die Genauigkeit von Navigationssystemen entscheidend ist.