Abteilung Russell

Der Forschungsfokus der Abteilung Russell liegt auf dem Gebiet der nano- und mikrostrukturierten Materialien und ihrer Anwendungen in Optik und Photonik. Ein besonderer Schwerpunkt sind die photonischen Kristallfasern (PCF) – eine neue Art optischer Fasern, die 1991 von Philip Russell vorgeschlagen wurden. Das erste Beispiel einer funktionierenden PCF gab es 1996 und seitdem arbeiten Gruppen weltweit an der Entwicklung von PCF und deren mannigfaltigen Anwendungen. Die Abteilung nutzt die erstaunlichen Eigenschaften von PCF in einer ganzen Reihe von Experimenten. Wissenschaftliche Anwendungen beinhalten zum Beispiel nichtlineare Gaslaser mit niedriger Pumpschwelle und phononischen Bandlücken. Technologische Anwendungen sind u.a. biomedizinische Sensoren, Superkontinuumsquellen und die Manipulation von Partikeln mit Laserpinzetten in Hohlkern-PCF.

Die Gruppe wurde im Oktober 2005 als Abteilung III der Max Planck Forschungsgruppe „Optik, Information und Photonik“ gegründet und ist jetzt Teil des Max-Planck-Instituts für die Physik des Lichts. Sie hat etwa 40 Mitglieder aus der ganzen Welt (Techniker, Masterstudenten, Doktoranden, Postdocs und Besucher). Sie hat daher eine internationale Atmosphäre und die Arbeitssprache ist Englisch, obwohl viele Mitglieder auch Deutsch sprechen.

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